Stadtplanung in Kamen

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Lärmaktionsplan, 3. Runde

Auf Grundlage der EU-Umgebungslärmrichtlinie, die über die Änderung des ‎Bundesimmissionsschutzgesetztes in nationales Recht überführt wurde, hat die Stadt Kamen erstmalig in 2011 ‎einen Lärmaktionsplan (LAP, 1.Stufe) aufgestellt, der Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Mio. Fahrzeuge/Jahr und die Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen/Jahr betrachtet. An diesen Verkehrsstrecken wird die Lärmsituation für die dort wohnenden Menschen bewertet und ein Maßnahmenkonzept entwickelt, das kurz- sowie langfristige Maßnahmen enthält, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern.

Lärmaktionspläne sind bei bedeutsamen Entwicklungen für die Lärmsituation, ansonsten jedoch alle fünf Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Aufstellung zu überprüfen und erforderlichenfalls zu überarbeiten. In der Fortschreibung des LAP (2.Stufe) im Jahr 2015 geschah dieses dann für die Straßenabschnitte aus der 1.Stufe und zusätzlich für weitere Straßen mit mehr als 3 ‎Mio. Fahrzeuge/Jahr (*).  Neben den durch das Stadtgebiet verlaufenden Autobahnen A 1 und A 2 waren dies in bestimmten Abschnitten die B 233 (Hochstraße/West-/Nordring/Münsterstraße), die L 654 (Lünener Straße/Ostring/Hammer Straße), die L 665 (Werver Mark), die L 821 (Wasserkurler Straße), die L 663 (Dortmunder Allee/Heerener Straße), die K 9 (Stormstraße/Bergkamener Straße) sowie die Unnaer Straße (zwischen Dortmunder Allee und Anschluss B 233) und der Schattweg.

Derzeit laufen die Arbeiten an der 3.Runde des Lärmaktionsplans. Sie erfasst weiterhin die Straßen aus der 1. und 2.Stufe und zusätzlich weitere Abschnitte der L 821 (Robert-Koch-Straße/Lindenallee) und der L 663 (Dortmunder Allee bis südliche Stadtgrenze). Neben dem Umsetzungsstand der in Stufe 1 und 2 aufgeführten Maßnahmen werden auch mögliche Veränderungen bei den Lärmbelastungen geprüft und Maßnahmenvorschläge entwickelt oder angepasst. 

 (*:  Der von Haupteisenbahnstrecken ausgehende Lärm wird seit 2015 vom Eisenbahnbundesamt untersucht und in separaten Lärmaktionsplänen behandelt – mehr Informationen hierzu unter  www.eba.bund.de).

Im Rahmen einer ersten Öffentlichkeitsbeteiligung wird der Entwurf des Lärmaktionsplans, 3.Runde vom 10.01.2020 bis einschließlich zum 20.02.2020 im Internet veröffentlicht und liegt auch während der Öffnungszeiten im Rathaus der Stadt Kamen, Rathausplatz 1, 3.Etage, vor Zimmer 301 zur Einsichtnahme aus.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, in diesen 6 Wochen Stellungnahmen und Anregungen zum Entwurf des Lärmaktionsplans, 3.Runde abzugeben. Ihre Stellungnahme können Sie auch über diese Internetseite an die Stadt Kamen senden - siehe Feld "Öffentlichkeitsbeteiligung", oben links (Das Feld erscheint nur im Beteiligungszeitraum).

Die Stadtverwaltung bietet außerdem am 06.02.2020 eine Bürgersprechstunde zum Lärmaktionsplan (3.Runde) an. Sie findet zwischen 17 und 19 Uhr im Rathaus/Ratstrakt im Besprechungsraum 1 (1.OG) statt. Alle Interessierten sind schon jetzt herzlich eingeladen.

Weitere Schritte:  Die fristgerecht abgegebenen Stellungnahmen werden geprüft. Erläuterungen zum Umgang mit den eingegangenen Stellungnahmen werden dem Lärmaktionsplan beigefügt. Zu einem späteren Zeitpunkt, der noch bekannt gegeben wird, wird eine zweite Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen.

 

Der Entwurf des Lärmaktionsplans, 3.Runde kann über den unten stehenden Link heruntergeladen und geöffnet werden.

Anhänge

Ansprechpartner

  • Herr Karsten Harrach, Telefon: 02307/148-2635, E-Mail: karsten.harrach@stadt-kamen.de

Verfahrensschritte

  • 10.01.2020 - 20.02.2020, Beteiligung Behörden und Bürgerbeteiligung

Bezüge zu anderen Planverfahren