Stadtplanung

Einzelhandelskonzept für die Stadt Ahaus

Nach den Zielvorstellungen der Stadt Ahaus sollen Einzelhandelsbetriebe die verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs an Wohnstandorten sowie die Funktion und Attraktivität der Innenstadt als Handels- und Versorgungszentrum nachhaltig stärken. Entsprechend sollen Einzelhandelsbetriebe, einschließlich ladenmäßig betriebener Handwerks- und sonstiger Dienstleistungsbetriebe, ihren Standort, in Abhängigkeit von ihrer Versorgungsfunktion, entweder im Bereich der Wohnstandorte oder in den zentralen Lagen der Stadt und ihrer Ortsteile finden.

Demgegenüber bevorzugen bestimmte Betriebsformen des Einzelhandels nach wie vor Standorte in städtebaulich nicht integrierten Lagen. Dies gilt insbesondere für Lebensmitteldiscounter, aber auch für andere Discounter und Fachmärkte.

Das Einzelhandelskonzept soll dazu beitragen, diesen, auf den ersten Blick nicht lösbaren Konflikt zwischen betrieblichen und städtebaulichen Standortanforderungen zu bewältigen und unter Berücksichtigung der rechtlichen, demografischen und städtebaulichen Rahmenbedingungen als auch der betrieblichen Standortanforderungen Strategien zu einer städtebaulich verträglichen Einzelhandelsentwicklung aufzeigen.

Gleichzeitig ist das Einzelhandelskonzept eine unverzichtbare Voraussetzung für eine sachgerechte Planung zur Steuerung des Einzelhandels. In diesem Sinne hat sich das Einzelhandelskonzept bewährt.

Allerdings kann ein Einzelhandelskonzept nur solange tauglich Grundlage für planerische Entscheidungen sein, wie seine Inhalte noch aktuell sind. Nur ein Einzelhandelskonzept, dass die örtliche Situation des Einzelhandels realistisch abbildet, kann seine Funktion als sachgerechte Grundlage für planerische Entscheidungen zur Steuerung des Einzelhandels erfüllen.

Zwar kann davon ausgegangen werden, dass sich die Situation des örtlichen Einzelhandels nicht grundlegend verändert hat. Das belegen nicht zuletzt die nachfolgend zitierten Untersuchungsergebnisse. Allerdings wird im Einzelhandelskonzept 2006 die anhaltende Dynamik im Einzelhandel nur unzureichend abgebildet.

Merkmale dieser Dynamik sind u. a.:
  1. Stetig wachsender Online-Handel
    Nach der IHK-Passantenfrequenzzählung 2014 verfehlt die Ahauser Innenstadt die Untergrenze für eine starke, belebte Innenstadt in einem Mittelzentrum, wenn auch nur knapp. Als eine Ursache hierfür wird der stetig wachsende Online-Handel angesehen, der die Innenstädte zunehmend unter Druck setzt.

  2. Rückzug des Einzelhandels aus der Fläche
    Der seit Jahren anhaltende Trend zu größeren Verkaufsflächen und Einzugsgebieten bedroht insbesondere kleinere Nahversorger in ihrer Existenz. Die Schließung von Verkaufsstellen und die damit verbundene Verschlechterung der Nahversorgung treffen insbesondere die ländlichen Ortslagen.
Einzelhandelsprojekte in den Nachbarkommunen setzen den örtlichen Einzelhandel zusätzlich unter Druck. Vor diesem Hintergrund wurde das Einzelhandelskonzept fortgeschrieben. Der Rat der Stadt hat am 07. April 2016 die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts als städtebauliches Entwicklungskonzept i. S. des § 1 (6) Nr. 11 BauGB beschlossen.

Vorrangiges Ziel ist und bleibt es,
  1. die zentralen Versorgungsbereiche – und hier insbesondere den innerstädtischen Hauptgeschäftsbereich - weiter zu stärken sowie
  2. die Nahversorgung – und hier insbesondere in den ländlichen Ortslagen - zu sichern.
Das Einzelhandelskonzept und der Entwurf zur Fortschreibung ist in Zusammenarbeit mit dem Büro Junker und Kruse, Dortmund entstanden. Informationen über das Büro erhalten Sie unter www.junker-kruse.de .

Allgemeine Informationen zur Ansiedlung von Einzelhandelvorhaben enthält der Einzelhandelserlass NRW .

Die Fortschreibung des Einzelhandelskonzept kann ergänzend zur hier verfügbaren digitalen Version bei der Stadt Ahaus, Fachbereich Stadtplanung während der allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden.

Ansprechpartner

Herr Walter Fleige
Fachbereich Stadtplanung
02561 72 430
Fax: 02561 7281 430
w.fleige@ahaus.de

Frau Saskia Langner
Fachbereich Stadtplanung
02561 72 433
Fax: 02561 72 81 433
s.langner@ahaus.de

Frau Ingrid Overkamp
Fachbereich Stadtplanung
02561 72 431
Fax: 02561 72 81 431
i.overkamp@ahaus.de

Hinweis

Alle hier gezeigten Bauleitpläne dienen lediglich zu Informationszwecken. Für eine rechtsverbindliche Auskunft sprechen Sie bitte mit der bzw. dem jeweiligen Ansprechpartner/in.

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