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Stadtentwicklung / Stadtplanung
Grundlagen der Stadtplanung

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 Hinweis
Alle hier gezeigten Bauleitpläne dienen lediglich zu Informations- zwecken. Für eine rechtsverbindliche Auskunft sprechen Sie bitte mit der bzw. dem jeweiligen Ansprechpartner/in.

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Städtebauliche Entwicklung Wüllen Nord nimmt Konturen an

Vor dem Hintergrund des voraussehbaren Wohnbedarfs der ortsansässigen Bevölkerung im Ortsteil Wüllen ist die weitere Bereitstellung von Wohnbauland erforderlich.

Im Hinblick auf den künftigen Bedarf an Wohnbauland ist vorgesehen, die z. Zt. noch landwirtschaftlich bzw. gärtnerisch genutzten Flächen am nördlichen Siedlungsrand der Ortslage Wüllen der Wohnbebauung zuzuführen. Die Nutzung der in Rede stehenden Flächen als Wohnstandort ist grundsätzlich geeignet, die bestehenden Wohngebiete als auch Ortslage Wüllen insgesamt in städtebaulich sinnvoller Weise zu arrondieren.

Das Plangebiet liegt am nördlichen Siedlungsrand der Ortslage Wüllen zwischen den Straßen Vredener Dyk (L 560), Hoher Weg (K 20), Ammelner Weg, Kaikshoffs Weg und Andreasstraße sowie dem Gewerbegebiet Harmate.

Angesichts der Größe des Plangebiets (ca. 23 ha) soll zunächst ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt werden, der für das Plangebiet insgesamt Zielvorstellungen zur Nutzung, Bebauung, Erschließung und Grünordnung entwickelt und diese zu einem räumlichen Gesamtkonzept miteinander verbindet. Auf der Grundlage dieses städtebaulichen Rahmenplans sollen dann, orientiert am Bedarf sowie den Möglichkeiten der Umsetzung, für einzelne Teilbereiche städtebauliche Entwürfe erstellt sowie Bebauungspläne aufgestellt und umgesetzt werden.

Bei der Erstellung des städtebaulichen Strukturkonzeptes sind u. a. folgende Rahmenbedingungen zu berücksichtigen:
  1. Die Dörflichkeit der Ortslage Wüllen mit der Kirchturm der St. Andreas Kirche als weithin sichtbare Landmarke wird nur noch von der Straße Vredener Dyk aus wahrgenommen.
  2. Das Plangebiet ist Teil der münsterländischen Parklandschaft an der Nahtstelle zum Siedlungsraum. Wesentliches Merkmal des Landschaftsraums sind mehrere Kopfweidenbestände, die im Biotopkataster der Kreis Borken geführt werden.
  3. Die Straße Ammelner Weg kreuzt die Straße Hoher Weg (K 20) ca. 50 m südlich der Einmündung Am Kalkbruch. Der Ammelner Weg geht zurück auf eine historische Wegeverbindung zwischen der St. Andreas Kirche und der Ammelner Kapelle. Heute ist der Ammelner Weg eine wichtige Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Ahaus und Wüllen, insbesondere für Schüler. Die Kreuzung Ammelner Weg / Hoher Weg (K 20) ist z. Zt. durch Lichtzeichen geregelt, die dem Geh- und Radfahrverkehr auf dem Ammelner Weg gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr auf der K 20 bei Bedarf Vorfahrt gewährt. Im Zuge der verkehrlichen Erschließung ist eine Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Ammelner Weg / Hoher Weg (K 20) / Am Kalkbruch erforderlich.
  4. Das Plangebiet grenzt im Norden bzw. im Osten an die Straßen Vredener Dyk (L 560) und Hoher Weg (K 20). Je nach Abstand der Wohnbebauung zu den v. g. Straßen sind Lärmeinwirkungen auf schutzbedürftige Gebiete innerhalb des Plangebiets nicht auszuschließen.
  5. Im Westen grenzt das Plangebiet an das Gewerbegebiet Harmate bzw. an die Hochspannungsleitung Gronau - Stadtlohn. Je nach Abstand der Wohnbebauung zu dem Gewerbegebiet sind schädliche Umwelteinwirkungen auf schutzbedürftige Gebiete innerhalb des Plangebiets bzw. immissionsschutzrechtlich bedingte Einschränkungen der Gewerbebetriebe nicht auszuschließen.
In einem ersten Schritt sind 3 Szenarien erstellt worden:

Szenario A : Maximierung der Wohnbaufläche Szenario B : Minimierung der Wohnbaufläche unter Berücksichtigung ausreichender Immissionsabstände Szenario C : Angepasste Wohnbaufläche unter Wahrung der Dörflichkeit Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr hat am 5. Oktober 2010 den Vorentwurf des städtebaulichen Rahmenplans Wüllen Nord in der Fassung des Szenarios C gebilligt und zur weiteren Bearbeitung bestimmt.

Szenario C ist in Form von 2 Varianten im Maßstab 1:2.000 weiter konkretisiert worden. Die beiden Varianten unterscheiden sich im Wesentlichen hinsichtlich ihrer inneren verkehrlichen Erschließung. Das Erschließungskonzept der Variante A basiert auf dem Prinzip der Schleifenstraßen, Variante B auf dem Prinzip der Stichstraßen. Beiden Varianten gemein ist die verkehrliche Anbindung des Plangebiets Der Ausschuss für Stadtentwicklung Planen und Verkehr hat am 29. Februar 2012 den Entwurf des städtebaulichen Rahmenplans in der Fassung der Variante A gebilligt und zur weiteren Bearbeitung bestimmt.

Auf der Grundlage von Variante A ist in einem abschließenden Arbeitsschritt der städtebauliche Rahmenplan im Maßstab 1 : 1.000 erstellt worden. Darüber hinaus ist zur Durchführung des städtebaulichen Rahmenplans ein 4-Phasen-Konzept entwickelt worden: Die Reihenfolge der Durchführungsphasen kann in gewissen Grenzen geändert werden. Gleiches gilt sinngemäß für Grundstücksparzellierung.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr hat am 19. November 2012 den städtebauliche Rahmenplan Wüllen Nord in der vorgestellten Fassung gebilligt und zur früh-zeitigen Öffentlichkeits– und Behördenbeteiligung (§§ 3 (1) und 4 (1) BauGB) bestimmt. Die Beteiligungsverfahren werden voraussichtlich im Frühjahr 2013 durchgeführt.

Der städtebauliche Rahmenplan ist in Zusammenarbeit mit dem Büro Farwick + Grote, Ahaus erstellt worden. Informationen über das Büro erhalten Sie unter www.farwickgrote.de.

Ansprechpartner zur städtebaulichen Entwicklung Wüllen Nord
Name
Telefon
E-Mail
Walter Fleige (0 25 61) 72 430 E-Mail an Walter Fleige senden
Ingrid Overkamp (0 25 61) 72 431 E-Mail an Ingrid Overkamp senden
Julia Althaus (0 25 61) 72 432 E-Mail an Julia Althaus senden