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Stadtentwicklung / Stadtplanung

Übergeordnete Planungen

Grundlagen der Stadtplanung

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Städtebauliche Weiterentwicklung des Josefsviertels

Im Rahmen der Innenentwicklung rücken großflächige Einfamilienhausgebiete aus den 1950er bis 1970er Jahren wie das Josefsviertel verstärkt in den Fokus.

Das Josefsviertel liegt zwischen den Straßen Wessumer Straße, Holthues Hoff, Fuistingstraße und Hessenweg. Bei dem Plangebiet handelt es sich um ein innenstadtnahes Wohngebiet aus den 1950er Jahren. Am Rande des Quartiers gibt es einige kleine Dienstleistungsbetriebe sowie gastronomische Einrichtungen. Außerdem befindet sich im Zentrum des Plangebiets eine Grundschule, die Josefschule. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser dominieren, darüber hinaus gibt es einige Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser sowie kleinere Mehrfamilienhäuser.

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Die Einfamilienhäuser wurden in der Regel eingeschossig mit Satteldach errichtet, die Mehrfamilienhäuser besitzen zwei Geschosse und ein Satteldach. Ein großer Teil der Grundstücke weist Tiefen von 35 bis 40 m auf, die Blockinnenbereiche sind durch großzügige Gartenbereiche mit z. T. erhaltenswerten Bäumen gekennzeichnet. Die Versorgung mit sozialen Infrastruktureinrichtungen ist insbesondere durch die nahe gelegene Innenstadt als sehr gut zu bezeichnen. Gleiches gilt für die Nahversorgung durch Lebensmittelmärkte unmittelbar am Rande des Plangebiets.

Luftbild vom Josefsviertel


Das Josefsviertel ist auf Grund seiner zentralen Lage und großzügigen Grundstückszuschnitte als Wohngebiet beliebt. Andererseits entsprechen Wohnungen, Wohngebäude, Wohnumfeld und Infrastruktureinrichtungen immer weniger den heutigen Nutzungsanforderungen bzw. Qualitätsstandards.

Die Entwicklung des Josefsviertels wird durch Faktoren bestimmt, wie sie für derartige Einfamilienhausgebiete typisch sind: Als Folge dieser Entwicklung unterbleiben nicht selten notwendige Investitionen in den Gebäudebestand. Dies gilt vor allem dort, wo die nachwachsende Generation nicht bereit oder in der Lage ist, die elterliche Immobilie zu übernehmen. Andererseits begünstigen den Verkauf der Immobilien. Leerstände sind daher (noch) selten, und wenn nur von kurzer Dauer. Allerdings sind Käufer außerhalb der Familie weniger am selbstgenutzten Eigentum interessiert. Steht ein Einfamilienhaus zum Verkauf droht nicht selten der Abriss verbunden mit der Absicht, das Grundstück intensiver nutzen zu wollen.

Grundsätzlich entspricht das private Interesse, die vergleichsweise großen Grundstücke intensiver bebauen zu wollen, dem öffentlichen Interesse, die Innenentwicklung zu fördern. Andererseits kann ein Übermaß an städtebaulicher Verdichtung ohne Rücksicht auf die vorhandene Siedlungsstruktur auf Dauer dazu führen, dass die städtebaulichen Qualitäten des Josefsviertels schrittweise zerstört werden. Eine derartige Entwicklung, wie sie ansatzweise an anderer Stelle im Stadtgebiet bereits zu beobachten ist, berührt letztlich auch die auf Langfristigkeit angelegte Rentabilität des im Wohnungsbau investierten Kapitals.

Ein Ansatz, der sich abzeichnende Entwicklung entgegenzusteuern, könnte sein, das Josefsviertel demografiefest weiterzuentwickeln, d. h. so umzubauen, dass das Quartier den erkennbaren Wohnbedürfnissen älterer Menschen wie auch junger Familien gleichermaßen Rechnung trägt.

Zur Vertiefung des Vorhabens sind zwei Bausteine vorgesehen:
  1. Qualifizierung der Projektidee zu einem Regionale 2016 -Projekt im Rahmen des Projektaufrufs "Innen leben – Neue Qualitäten entwickeln!"
  2. Teilnahme mit der Projektidee am internationalen Architektenwettbewerb EUROPAN 12 "Adaptable City – Stadt im Wandel"
Der Rat der Stadt hat am 27. Februar 2013 auf Empfehlung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr die Teilnahme an der Regionale 2016 sowie die Teilnahme am internationalen Architektenwettbewerb EUROPAN 12 gebilligt.

Um die Ziele der Planung zu verwirklichen ist ergänzend die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss hat der Rat der Stadt am 18. Dezember 2013 gefasst. Als Auftakt des Beteiligungsprozesses fand am 23. Januar 2014 eine Veranstaltung mit sogenannten Multiplikatoren für das Josefsviertel statt. Ziel der Veranstaltung war ein erster Gedankenaustausch mit Vertretern der Nachbarschaften, der Vereine und sonstigen im Josefsviertel schwerpunktmäßig tätigen Vereinigungen. Aufgrund der kontroversen Diskussionen und vieler offener Fragen seitens der Veranstaltungsbesucher hat die Stadt Ahaus in den Monaten Februar/März 2014 alle Eigentümer des Josefsviertels zu sechs weiteren Veranstaltungen eingeladen und sie über die Hintergründe, Ziele und weiteren Schritte des Projektes informiert. Die Präsentation zu den Veranstaltungen kann an dieser Stelle heruntergeladen werden.

Aufgrund weiterhin bestehender Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Bewohnern bzw. Eigentümern des Josefsviertels und der Stadt Ahaus findet derzeit ein Mediationsverfahren statt.

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